Verkehrswende, Wohnraum, Klimaschutz: Kommunalpolitik live beim SPD-Buagamoasta-Stammtisch

Am Sonntag, 25. Januar lud die SPD Garching zum „Boagamasta Stammtisch“ in den Gasthof Neuwirt. Nach Weißwürsten und Brezn ging es zur Sache. Die Bürgermeister Dietmar Gruchmann (Garching), Christoph Böck (Unterschleißheim), Alexander Greulich (Ismaning) sowie Wolfgang Panzer, Landratskandidat der SPD, erläuterten gemeinsam Aspekte der Kommunalpolitik. Los ging es mit den Finanzen: als zweitreichster Deutschlands steht der Landkreis München recht gut da. Allerdings werden Belastungen und Anforderungen an die Gemeinden immer höher bei gleichzeitig geringer werdenden Förderungen.

Es folgte das Thema „Verkehr“ unter anderem mit Erläuterungen zu ÖPNV und dem Verkehrsaufkommen auf der Garchinger Staatsstraße. Landratskandidat W. Panzer will den Verkehr im Landkreis durch Konsolidierungen ertüchtigen. Bürgermeister Gruchmann informierte über den Neubau der Bäckerei Riedmaier, die um einen Meter nach hinten versetzt wird. Zudem wird an der  Herabstufung der Staatsstraße zu einer Gemeindestraße gearbeitet. Christoph Böck ergänzte: „Was wir wirklich gut in der Nordallianz machen, ist der Fahrradverkehr, sowohl innerörtlich als fahrradfreundliche Kommunen, aber insbesondere auch mit den interkommunalen Verbindungen über die Fahrradwege.“

Weiter ging es mit dem Bereich „Wohnen“: hier setzen alle Bürgermeister auf genossenschaftliche Modelle und serielles Bauen, um bezahlbaren Wohnraum in ihren Gemeinden schaffen zu können. Wie Alexander Greulich für alle drei Kommunen einstimmig betonte, wird im Münchner Norden dringend bezahlbarer Wohnraum benötigt. Eine Stadtbücherei, kulturelle Veranstaltungen sowie die Förderung der Vereine sind Grundbestandteile dessozialen Miteinanders. Mit Straßenfest und Bürgerwoche hat Garching hier besondere Highlights zu bieten, die die Stadt auch finanziell stark unterstützt. Eine hervorragendeBildungslandschaft mit Schulen, Kitas und Kindergärten steht den Familien im Landkreis zur Verfügung. Mit dem „B² – Haus der Begegnung und Bildung“ und der VHS hat Garching auch hier wieder viel zu bieten. Eine Frage aus dem Publikum bezog sich auf die vorhandenen Realschulen: aufgrund des dringenden Bedarfs in diesem Bildungsbereich wird über einen Neubau (voraussichtlich in Hochbrück)
diskutiert. Ideen dazu integrieren auch ein neues Grundschulgebäude auf dem selben Terrain zur gemeinsamen Nutzung der Sport- und Pausenbereiche.

Eine weitere Frage aus dem Publikum betraf die ortsansässigen Kirchen. Da diese seit langem unter massiven Mitgliederschwund leiden, stellen sich neue Fragen zum Zusammenspiel letzterer mit den Kommunen. Alle Bürgermeister betonen die stets gute Kooperation mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen und berichten über positive Beispiele und ihre wichtige gesellschaftliche Rolle in ihren jeweiligen Kommunen. Die Herausforderungen rund um Klimafragen schilderten die drei Bürgermeister in all ihren Facetten. Auch wenn das Thermalwasser im Münchner Norden nicht die hohen Temperaturen wie im Münchner Süden erreicht, ist die Geothermie trotz alledem für alle Gemeinden ein wichtiger Faktor in der Wärmeplanung. In Garching hofft man, in Zukunft 75 % aller Gebäude mittels Geothermie mit Wärme versorgen zu können. Einig waren sich die Bürgermeister über die Notwendigkeit von Investitionen in die „grünen Lungen“ im Ort mit Frischluftschneisen. 

Mit ca. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war die Veranstaltung gut besucht. Die Gruppe „Zwoa vo die drei Deifi“ sorgte für zünftige musikalische Untermalung.

Foto von links nach rechts: SPD-Landratskandidat Wolfgang Panzer, die SPD-Bürgermeister Christoph Böck, Dietmar Gruchmann und Alexander Greulich, Bürgermeisterkandidat für Unterföhring Florian Klietsch und Vorstand der SPD München-Land Korbinian Rüger