Was im Garchinger Bürgerhaus geschehen ist, macht uns betroffen und besorgt uns. Das Prediger-Ehepaar Martin und Millicent Sedra hätte nicht in Garching auftreten dürfen. In anderen Städten wurde ihnen der Auftritt untersagt. Wenn Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung abgewertet, ganze Religionsgemeinschaften verunglimpft, demokratische Mandatsträger:innen und Medien haltlos diskreditiert werden, widerspricht das den Grundwerten unserer Gesellschaft. Eine Relativierung des Holocaust, Frauenfeindlichkeit und eine Dämonisierung des Islam waren einige der unsäglichen Botschaften, die von Garching ausgesendet wurden. Das darf so nicht stehenbleiben!
Die Meinungs- und Religionsfreiheit sind hohe Güter unserer Demokratie. Sie schützen auch unbequeme Meinungen und religiöse Überzeugungen. Sie entbinden uns aber nicht von der Verantwortung, die grundgesetzlich verbriefte Menschenwürde und den Schutz vor Diskriminierung ernst zu nehmen. Niemand darf wegen der eigenen Identität, Herkunft, Lebensweise oder Religion angefeindet oder ausgegrenzt werden.
Auch ein städtisches Bürgerhaus ist ein Ort für die ganze Stadtgesellschaft. Solche Hass-Botschaften dürfen nicht noch einmal von diesem Ort ausgesendet werden. Dafür werden wir uns als Fraktion im Stadtrat auch mit den uns zur Verfügung stehenden politischen Mitteln einsetzen. Der Bürgermeister hat die Verantwortung dafür, dass mit Vermietungen in Zukunft sensibler umgegangen wird, damit die Stadt nicht in ein falsches Licht gerät.
SPD Garching: für Menschenwürde, Gleichberechtigung und ein solidarisches Miteinander. Gegen Hass und Ausgrenzung.
