Worauf wir aufbauen
Die SPD betrachtet die Sicherheit und ein harmonisches Miteinander aller Verkehrsteilnehmer als zentrale Aufgabe. In den letzten Jahren wurden mit öffentlichen E-Ladesäulen, Mobilitätsmanagement und Mietradsystemen wichtige Schritte hin zu einer modernen, umwelt- und menschengerechten Verkehrspolitik in Garching unternommen. Der mit Bundesmitteln errichtete Radschnellweg von München nach Garching und Unterschleißheim eröffnet insbesondere Pendlern schnelle Verbindungen. Zusätzlich wird das Radwegenetz kontinuierlich ausgebaut, ebenso wie der geteilte öffentliche Straßenraum (shared space), beispielsweise am Angerlweg.
Die verkehrsgünstige Lage an der A9 und B471 sowie der nahe Flughafen bewirken aber auch Herausforderungen, die wir immer im Blick haben.
Durch die Erneuerung des Flüsterasphalts auf der nahe gelegenen A9 2013 und auf Drängen der SPD 2023 konnten die Schallpegel weiterhin um mindestens 5 dB(A) gesenkt werden. Dies trägt deutlich zur Lärmreduktion bei.
Was wir wollen
Für uns bedeutet eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik, die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen und miteinander in Einklang zu bringen. Dabei orientieren wir uns an aktuellen Erkenntnissen aus Mobilitäts- und Umweltforschung, etwa von der TUM, und möchten diese gewinnbringend für Garching einsetzen. Ein zentrales Ziel ist die Reduzierung von Lärm, Schadstoffen und CO₂-Emissionen und die Sicherstellung von Sicherheit, wobei wir verstärkt auf den Ausbau des ÖPNV und die Verringerung des motorisierten Individualverkehrs setzen.
Unsere Politik
- Radwege sollen weiter ausgebaut werden, u. a. sichere Verbindungen nach Hochbrück und eine durchgängige Route nach München über Dirnismaning.
- Das innerörtliche Bussystem bleibt unverzichtbar. Wir setzen uns für eine Optimierung des bestehenden Systems durch regelmäßige Evaluierungen und entsprechende Nachjustierungen ein.
- Für den stark frequentierten Verkehrsknoten Auweg/Münchner Straße wollen wir vier Ampeln, um insbesondere den Schulweg für Kinder sicherer zu machen.
- Barrierefreiheit im städtischen Raum soll weiter verbessert werden, um Hindernisse für Senioren, Menschen mit Einschränkungen, Kinderwägen und Fahrräder abzubauen. Gefahrenstellen, z. B. an Kreuzungen, sollen untersucht und entschärft werden.
- Wir haben bereits 11 öffentliche Ladestationen mit 22 Ladepunkten eingerichtet und wollen die Elektromobilität weiter ausbauen, inklusive der Förderung von Heimladestationen.
- Nach Herabstufung der Münchner Straße zur Gemeindestraße setzen wir uns für Tempo 30 im Stadtzentrum ein.
- Den vierspurigen Ausbau der B471 lehnen wir ab und fordern die Streichung aus dem Bundesverkehrswegeplan.
- Mit der stufenweisen Erweiterung von Hochbrück soll das Verkehrskonzept überarbeitet werden, einschließlich einer Ertüchtigung der Kreuzung B471/Ingolstädter Landstraße.
- Ein verbessertes Parkraummanagement und Mobilitätskonzept soll Probleme durch „Fußballparker“, Wohnwägen und LKW mindern, auch in Hochbrück und im Gewerbegebiet.
- Das erfolgreiche Mietradsystem der MVG wird ab 2026 um drei Standorte erweitert und modernisiert.
- Carsharing-Angebote sollen ausgebaut werden, sowohl stationsgebunden als auch -ungebunden, um den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren.
- Garching soll Mitglied der Fluglärmkommission am Münchner Flughafen werden.
