Wahlprogramm: Stadtentwicklung für Garchings Zukunft

Worauf wir aufbauen
In den letzten Jahren hat Garching unter SPD-Führung wichtige Meilensteine erreicht: Mit dem B2 – Haus der Begegnung und Bildung – entstand ein neues Zentrum für Kultur und Gemeinschaft. Das 2024 fortgeschriebene Klimaschutzkonzept enthält 115 konkrete Maßnahmen, um bis 2040 Klimaneutralität in Garching zu erreichen. Schon heute zeigen zahlreiche Photovoltaikanlagen auf Dächern und Freiflächen, neue Radwegeverbindungen, ein vielfältiges Mobilitätsangebot und der Ausbau des Geothermie-Fernwärmenetzes deutliche Fortschritte.
Vom Bau der Linie U6 nach Garching in den 90er Jahren über die Verlängerung zum Forschungszentrum bis hin zu Taktverdichtungen und zusätzlichen Nachtfahrten hat sich die SPD Garching immer konsequent für die U-Bahn eingesetzt. Durch den Verkauf der U-Bahn an den Landkreis wird der städtische Haushalt entlastet und neuer Spielraum für weitere Zukunftsprojekte entsteht.
Mit dem Bürgerpark wurde eine harmonische Verbindung von Erholung und Naturschutz geschaffen – ein Ort, der Garchings Lebensqualität sichtbar erhöht.


Was wir wollen
Wir wollen die Stadtentwicklung weiterhin gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Gewerbe gestalten. Wir wollen die Ortsteile Garching, Hochbrück und Dirnismaning enger miteinander verzahnen – eine Stadt, ein Gemeinwesen. Mit guten Radwege- und Busverbindungen und vor allem durch bürgerschaftliche Vernetzung (Vereinskooperationen und Feste) fördern wir den Zusammenhalt. Angesichts eines erwarteten Bevölkerungswachstums auf rund 24.000 Einwohner in den nächsten 10–15 Jahren sollen die städtischen Strukturen entsprechend mitwachsen.

Unsere Politik
Unter dieser Voraussetzung sehen wir für unser Gemeinwesen im Hinblick auf unsere zukünftige Stadtentwicklung in den nächsten 10 bis 15 Jahren folgende Perspektive:

  • Die zukünftige Stadtentwicklung Garchings soll durch eine maßvolle Verdichtung im bestehenden Stadtgebiet und den geordneten Ausbau nach Norden über die Kommunikationszone geprägt sein, die eine direkte Verbindung zum Forschungszentrum schafft. Nach Abschluss der großen Neubauprojekte in der Kommunikationszone und nördlich des Schleißheimer Kanals sollen zunächst Baulücken im Bestand geschlossen werden.
  • Nutzung städtischer Flächen ausschließlich für Gemeinbedarf oder geförderten Wohnungsbau – insbesondere für studentisches Wohnen oder genossenschaftliche Projekte. Die SPD Garching bleibt damit ihrem Ziel verpflichtet, bezahlbaren Wohnraum zu sichern und zu schaffen.
  • Der Schutz und die Weiterentwicklung der Natur-, FFH- und Landschaftsschutzgebiete stehen im Mittelpunkt der Planung. Dies schließt auch das Territorium der Fröttmaninger Heide Nord mit ein, das nach wie vor als Truppenübungsgelände genutzt wird.
  • Das Baugebiet nördlich des Schleißheimer Kanals soll schrittweise entstehen, um die Infrastruktur Hochbrücks nicht zu überlasten. Mit zunehmender Entwicklung werden Nahversorgungseinrichtungen folgen und die Attraktivität des Stadtteils steigern.
  • Im Gewerbegebiet Hochbrück ist ein Strukturwandel vorgesehen: Speditions- und Logistikbetriebe sollen schrittweise durch Einzelhandels- und Dienstleistungs-unternehmen ersetzt werden.
  • Dadurch entstehen mehr Arbeitsplätze, weniger Schwerlastverkehr und eine ökologisch aufgewertete, durchgrünte Gewerbefläche.
  • Wir unterstützen den Forschungsstandort, achten aber auch kritisch darauf, dass mit der Fläche sparsam umgegangen wird.
  • Im Ortsteil Dirnismaning soll der dörfliche Charakter bewahrt werden. Eine bessere Anbindung durch Radwege soll die Verbindung zum Hauptort stärken und die Lebensqualität erhöhen.

Außerdem sehen wir für eine Stadtentwicklung der Zukunft noch folgende Maßnahmen als erforderlich an:

  • Wir wollen die Ortsentwicklung frühzeitig und vorausschauend gestalten, indem rechtzeitig Flächen für Schulen, Spielplätze und Vereine gesichert werden – wie es bereits am Schleißheimer Kanal begonnen wurde.
  • Im Norden soll eine neue Grundschule als Plus-Energie-Gebäude entstehen, die Ganztagsbetreuung und Mittagsversorgung umfasst. Künftig sollen alle öffentlichen Neubauten der Stadt als Plus-Energie-Gebäude realisiert werden.
  • Um allen schulpflichtigen Kindern Schwimmunterricht zu ermöglichen, setzen wir uns für den Bau eines Hallenbads ein. Dieses ist im Rahmen des Schulneubaus im Norden geplant und soll außerhalb der Unterrichtszeiten auch als Sport- und Freizeitbad zur Verfügung stehen.
  • Zur Mittagsverpflegung der Kinder setzen wir auf eine stadteigene Küche mit regionaler und frischer Produktion.
  • Die Innenstadt soll durch zusätzliche Grünflächen und eine verbesserte Barrierefreiheit an Aufenthaltsqualität gewinnen.

Örtliches Gewerbe und Initiativen sollen durch:

  • einen ständigen Austausch mit der städtischen Wirtschaftsförderung und eine Garching-Card gestärkt werden, die über die bisherigen Einkaufsgutscheine hinausgeht.
  • Im Dialog mit dem Jugendparlament sollen neue Freizeitangebote im Bürgerpark entstehen, die den Bedürfnissen junger Menschen entsprechen.
  • Künftige Bauprojekte – insbesondere im Gewerbebereich – sollen unterirdische oder mehrstöckige Parkraumlösungen vorsehen, um Flächenverbrauch und Versiegelung zu reduzieren.
  • Bestehende Parkplätze sollen bevorzugt mit Photovoltaikanlagen überdacht werden, um den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben.
  • Darüber hinaus sollen neue Flächen für Bäume, Grünzüge und kleine Parkanlagen identifiziert und entwickelt werden, um das Stadtklima zu verbessern und die Lebensqualität zu erhöhen.