Braucht Garching einen Hitzeaktionsplan?

Am 11. Juni 2026 fand bundesweit wieder der Hitzeaktionstag statt. Zahlreiche Kommunen nutzten diesen Anlass, um über Hitzeschutz, gesundheitliche Folgen von Hitze sowie Präventionsmaßnahmen zu informieren, auch die Nachbargemeinde Ismaning mit einem Vortrag des BRK über die Gefahren durch Hitze.
Viele Städte und Gemeinden haben inzwischen einen Hitzeaktionsplan erarbeitet. Dessen Maßnahmen werden automatisch aktiviert, sobald der Deutsche Wetterdienst eine Hitzewelle ankündigt. Dabei arbeiten insbesondere Einrichtungen und Personen Hand in Hand, die mit besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen Kontakt haben wie Ärztinnen und Ärzte, Pflegeeinrichtungen, Kitas oder Schulen. Klare Zuständigkeiten, abgestimmte Kommunikationswege und öffentliche Warnhinweise tragen dazu bei, gesundheitliche Schäden durch extreme Hitze zu vermeiden.
Auch im Klimaanpassungskonzept der Stadt Garching werden bereits Bestandteile eines Hitzeaktionsplans genannt. Aus Sicht der SPD Garching ist nun der nächste Schritt erforderlich also die konkrete und detaillierte Ausarbeitung eines solchen Plans.
In der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses am 16. Juni 2026 sowie in der anschließenden Stadtratssitzung am 25.06.2026 hat die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Sara Hoffmann-Cumani, auf die Notwendigkeit eines Hitzeaktionsplans hingewiesen, wenn schon im Mai Temperaturen von fast 30 Grad auftreten und im Juni an mehreren Tagen überschritten werden. Extreme Hitze stellt ein zunehmendes Gesundheitsrisiko dar, insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder und andere vulnerable Gruppen.
Es mag sein, dass nicht alle Stadträtinnen und Stadträte die eigene Gesundheit oder die unserer Bürgerinnen und Bürger von Hitze gefährdet sehen, die Garchinger Bevölkerung ist aber nicht von sich aus resilienter als die in anderen Kommunen. „Die Statistik ist eindeutig: Jährlich sterben in Deutschland nachweislich ca. 3.000 Menschen an den Folgen extremer Hitze, wobei die Dunkelziffer wahrscheinlich hoch ist.“, betont Gerlinde Schmolke, ehemalige Stadträtin.
Die SPD Garching ist daher überzeugt, dass auch die Bürgerinnen und Bürger Garchings Anspruch auf einen Hitzeaktionsplan und damit einen wirksamen vorbeugenden Gesundheitsschutz haben.
Die Antwort auf die Frage ist daher eindeutig: Ja, Garching braucht einen Hitzeaktionsplan.
Die SPD-Fraktion wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die notwendigen Details zeitnah erarbeitet werden und ist auch bereit sich mit Ideen einzubringen, wie die Hitzepatenschaften aus Ismaning. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Garching wiesen auf erfolgreiche Aktionen im Landkreis und der Stadt München hin, die für Garching leicht umsetzbar wären, wie die Veröffentlichung von „Kühlen Orten“. Dort können sich die Personen erholen, die unter überhitzten Wohn- und Schlafräumen leiden.

Sara Hoffmann-Cumani, Fraktionsvorsitzende SPD Garching