Woche 1: Klimawandel, was kann ich tun?

Natürlich können wir mit einer Klimafastenaktion nicht die Welt retten, selbst wenn wir in den sieben Wochen alle Aufgaben erledigt. Wir möchten aber gemeinsam unseren Alltag auf seine Klimafreundlichkeit überprüfen. Viele Menschen, darunter nicht wenige Politiker*innen, glauben, dass wir nur die richtigen Technologien entwickeln müssen und unseren Lebensstil beibehalten können. Bisher zumindest hat jedoch fast jeder noch so gut gemeinte technologische Fortschritt zu einem Mehrverbrauch von Energie und Ressourcen geführt. Man nennt diesen Effekt „Rebound-Effekt“: Elektrogeräte werden sparsamer, aber wir kaufen mehr; Flugzeuge werden sparsamer, aber die Anzahl der Flugreisen wächst; der neue Kühlschrank ist sparsamer, aber der alte wird in den Keller gestellt und läuft weiter. Die Liste von Beispielen ist lang.

Wenn wir uns nicht auf Wunder verlassen wollen, sollten wir lieber bei uns selbst anfangen. Momentan entfallen auf jede*n Bundesbürger*in 11,4 Tonnen CO2 im Jahr (siehe Abbildung). Langfristig verträglich wäre etwa zwei Tonnen. Das heißt der/die Durchschnittsbürger*in verursacht heute fünf bis sechsmal so viel CO2, wie er dürfte, um den Klimawandel zu begrenzen.

Wie schaut eure Bilanz aus? Mit dem CO2-Rechner des Landesamtes für Umweltschutz (lfu.co2-rechner.de) könnt ihr die einzelnen Bereiche eures Alltags durchleuchten. Wir sind gespannt auf eure Berichte!

Wenn ihr noch Fakten zum Klimawandel sucht, empfehlen wir die Seite klimafakten.de. Und wer sich schon auf die nächsten Fastenwochen vorbereiten möchte, dem empfehlen wir die Seite utopia.de, die sich vor allem mit nachhaltigem Konsum befasst.

Abbildung: CO2-Emissionen in Tonnen pro Einwohner und Jahr in Deutschland. Summe: 11,4 Tonnen (Quelle: KlimAktiv gGmbh/ Bay. Landesamt für Umweltschutz)