10.10.2018 in Lokalpolitik

Garchinger Stadtradltour findet großes Interesse

 

Am vergangenen Sonntag veranstaltete der SPD-Ortsverein Garching die traditionelle Stadtradltour mit 1. Bgm. Dr. Dietmar Gruchmann und der stellvertretenden Landrätin Annette Gannsmüller-Maluche. Etwa 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten den Ausführungen zu den Projekten und Planungen in Garching. Zuerst wurde der neue Bürgerpark aufgesucht, dessen Festplatz zur Bürgerwoche bereits eingeweiht wurde und der nun auch einen schönen Eingangsbereich bekommen hat. Über den neuen Radweg fuhr die Gruppe bis zum Bach und an dem Grundstück vorbei, auf dem der neue Waldkindergarten sein Zuhause finden wird.

Die nächste Station war die alte B471 im Süden, wo der Bürgermeister den beschlossenen Umbau erläuterte. Ziel ist es, die Fahrradfahrer vom Fußweg auf die Straße zu bringen, vor allem aber, durch einen begrünten Mittelstreifen die Autofahrer in ihrer Geschwindigkeit zu bremsen. An der alten B471 entlang ging es dann bis zur Post, die im nächsten Jahr umziehen wird auf ein Grundstück gegenüber dem Wasserturm, wo heute ein Matratzengeschäft ist. Das Grundstück mit den Postcontainern wird für das neue Feuerwehrhaus gebraucht, für das ein Architektenwettbewerb soeben einen Siegerentwurf hervorgebracht hat.

Die nächste Station war das Gewerbegebiet an der Autobahnsiedlung, für das es ebenfalls Umbaupläne gibt, um die doch recht ungeordnete Situation zu bereinigen. Das Gebiet wird an einen Bauträger verkauft, der dort ein Mischgebiet mit Gewerbe und Wohnungen errichten wird, in dem auch vergünstigte Wohnungen für Einheimische erworben werden können.

Von dort ging es weiter zum U-Bahnhof-Hochbrück, an dem die neue Fahrradverleihstation besichtigt wurde und die MVV-Tarifreform erläutert wurde, die noch einmal für die Bürgerinnen und Bürger verbessert werden kann (s. Bild). Auch wurde die Zufahrt zum Bahnhof gerade neu gestaltet.

Die Seitenstraßen der B471 im Gewerbegebiet sollen fahrradfreundlich umgebaut und in der Folge zu Einbahnstraßen werden, in denen dann keine Lastwagen mehr parken sollen. Die derzeitige Situation wurde als nächstes angesehen, dann ging es weiter zu dem Feld, auf dem das Wohngebiet am Kanal entstehen soll, das etwa 1000 Einwohnern eine Heimat in Hochbrück bieten wird. Letzte Station der informative Tour war dann „Mei Wirtshaus“, wo wir einen Blick in die erneuerte Kegelbahn werfen durften, die am 19. Oktober eröffnet wird, und wo die Tour im Garten der Gaststätte ausklang.

Joachim Krause

10.10.2018 in Verkehr

Garching mobil – die Zukunft von U-Bahn, Auto- und Fahrradverkehr

 

Die MVV-Tarifreform war natürlich erstes Thema bei der Verkehrsveranstaltung, zu der die SPD Garching ins Römerhoftheater eingeladen hatte. Stellv. Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche wusste sich mit dem Ersten Bürgermeister von Garching Dietmar Gruchmann einig in der Ablehnung des jetzigen Entwurfs, der Garching und die Nachbarkommunen im Norden nicht in der günstigsten Tarifzone platziert und das Forschungsgelände nochmals teurer einstuft als den Ort Garching. Dabei, so Bürgermeister Gruchmann, müsse der MVV doch so attraktiv werden, dass es überhaupt keine Frage sei, in die U-Bahn zu steigen. So lange Autofahrten samt Parkgebühr billiger und bequemer blieben, würde man die erstrebte Verkehrswende nie auf breiter Front erreichen. Zur Erhöhung der Attraktivität sei weiterhin eine Taktverkürzung (auf 5 Minuten) wichtig, für die die entsprechenden neuen Züge schon bereit stünden, wenngleich sie noch eine Zulassung bräuchten. Im Frühjahr 2019 rechnet Gruchmann fest mit diesem Fortschritt.

Auch der Autoverkehr in und um Garching war Thema, vor allem dort, wo er notorisch zu Staus führt wie an den Ortsein- und Ausfahrten. Annette Ganssmüller-Maluche wünscht sich hier mehr Alternativen im ÖPNV, zum Beispiel den Ausbau einer schnellen Busspur entlang der B471, die Verwirklichung des S-Bahn-Nordringes oder neue Schienen für eine Stadtbahn zwischen Feldmoching, Garching – Haar? Vieles ist denkbar und machbar, und wird auch gedacht, aber, so Landtagskandidatin Ganssmüller-Maluche, es fehle an der einen koordinierenden Stelle, die ein Gesamtkonzept zusammen fasst und zügig in die Tat umsetzt. Hier sei der Freistaat gefordert, etwa den Regionalen Planungsverband damit zu beauftragen und mit den entsprechenden Instrumenten auszustatten.

Einen hohen Beitrag zur Verkehrswende erwarteten die Stellv. Landrätin, aber auch Bürgermeister Gruchmann und die Anwesenden im Saal vom Fahrrad, das mit dem MVG-Leihradsystem und dem Ausbau neuer Radwege hohe Priorität in der Garchinger Verkehrspolitik genießt. Auch einen Bürger, der fürchtete, dass mit dem geplanten Ausbau eines Radschnellweges entlang der B13 und der B471 die direkte Radwegeverbindung entlang der Freisinger Landstraße ins Hintertreffen gerät, konnte Gruchmann beruhigen. Die Stadt habe bereits Grundstücke westlich der früheren B11, jetzt Staatsstraße 2350 zum Ausbau der Radwege erworben. Denn, so der Fahrradbeauftragte Rudi Naisar, wir brauchen nicht nur Radschnellwege, sondern viele schnelle Radwege, damit die Menschen auf diese wirklich umweltfreundliche Alternative - wo immer es geht - umsteigen.

Ulrike Haerendel

28.09.2018 in Umwelt & Verkehr

Radltour der SPD Garching

 

Radltour 2018

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