Kampfansage durch Geschlossenheit

Veröffentlicht am 22.10.2012 in Landespolitik

Die Bayern-SPD wählt Christian Ude zum Spitzenkandidaten für die
Landtagswahl im Herbst 2013
Ein Beitrag von Nihan-Serra Yamak , Mitglied OV Garching u. Jusos München- Land

„Dieses Bayern ist nicht Eigentum (irgend-) einer Partei“ verkündete Christian Ude auf dem 64. Landesparteitag der SPD in Nürnberg und gewann mit 288 Ja-Stimmen (99,7 %) das enorme Vertrauen fast aller Genossinnen und Genossen in Bayern.

Seine Botschaft ist eindeutig und unverkennbar: Er möchte Bayern so gestalten, dass sich jeder zugehörig und akzeptiert fühlt fernab von jeglichem populistischen Zwang und jeglicher Parteienverdrossenheit, wie sie die CSU etwa in ihren Parolen („Bayern = CSU“) betreibt.

Dieses Zugehörigkeitsgefühl empfand auch die Mehrheit der Delegierten in
Nürnberg. Die Stimmung am Parteitag war ausgelassen und keinesfalls gestellt: Man hatte das Gefühl, dass sich jede/r Delegierte/r bedingungslos und aus voller Überzeugung für Christian Ude eingesetzt hat.

Seinen absoluten Höhepunkt erreichte der Parteitag dann, als Natascha Konen feierlich das überwältigende Wahlergebnis bekannt gab, woraufhin die Menge jubelte und feierte.

Nicht nur seine Entschlossenheit und sein Kampfgeist verhalfen Christian Ude zum Sieg, daneben wirkte er bei seiner Rede authentisch und überzeugte mit einer Sympathie, die im politischen Alltag sicherlich nur schwer zu finden ist.

Mit dieser Haltung möchte er nun auch im ländlichen Raum, strukturschwachen Gebieten und überschuldeten Kleinkommunen in Bayern die dort erforderliche Bürgernähe unter Beweis stellen, zumal Horst Seehofer in Bayern „zwar rote Linien zieht und dann in Berlin aber selber darüber springt“. Dies ist ein Zeichen dafür, dass Bayern im Moment zwar ein Land mit vielen Stärken ist, sich aber angesichts der CSU- Politik (noch) im Ungleichgewicht befindet.

Dies wird sich mit der Solidarität und Geschlossenheit der SPD in Bayern nun ändern.

Dabei bekam Ude auch Rückendeckung von SPD- Chef Siegmar Gabriel und dem Landesvorsitzenden Florian Ponold, die die CSU scharf mit der Aussage attackierten, dass „dies ein Kampf gegen das große Geld und die Arroganz der Macht“ ist, denn bei einer solch „machtversessenen“ und machtvergessenen“ Mentalität, wie sie die CSU an den Tag bringt, ist es gewiss nicht verwunderlich, dass ihr Grundprofil stets „mehr Schein als Sein“ beinhaltet.

Die konkretere Kampfansage gegen Horst Seehofer folgte dann von Christian Ude: Vielfach kritisierte Ude die Finanz-, und Bildungspolitikpolitik der CSU und verdeutlichte noch einmal die Diskrepanz und „abenteuerlichen Kehrtwendungen“ der CSU unter Horst Seehofer mit ihrer Bundespartei der CDU unter Angela Merkel auf ihrem Landesparteitag am 19.10.2012.

Zu den Umfragewerten der CSU sagte Ude: „Umfragen kann man kaufen,
Wahlen nicht“. Damit signalisierte er, dass er sich keinesfalls von Umfragen abschrecken lassen werde und sich im Gegensatz zu Horst Seehofer sehr früh auf den Landtagswahlkampf 2013 vorbereiten möchte und wird.

Bereits vor Eröffnung des Parteitags kündigte Ude eine elfmonatige Kampagne in allen Landesteilen an um so den notwendigen Machtwechsel in Bayern zu zu schaffen.
Das Wahlerrgebnis von 288 Ja- Stimmen jedenfalls, lässt sich sehen und steht ihm auch sehr gut.

Herzlichen Glückwunsch!

 

Der Bürgermeister

Dr. Dietmar Gruchmann

Im Bundestag

Bela Bach