Garching mobil – die Zukunft von U-Bahn, Auto- und Fahrradverkehr

Veröffentlicht am 10.10.2018 in Verkehr

Die MVV-Tarifreform war natürlich erstes Thema bei der Verkehrsveranstaltung, zu der die SPD Garching ins Römerhoftheater eingeladen hatte. Stellv. Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche wusste sich mit dem Ersten Bürgermeister von Garching Dietmar Gruchmann einig in der Ablehnung des jetzigen Entwurfs, der Garching und die Nachbarkommunen im Norden nicht in der günstigsten Tarifzone platziert und das Forschungsgelände nochmals teurer einstuft als den Ort Garching. Dabei, so Bürgermeister Gruchmann, müsse der MVV doch so attraktiv werden, dass es überhaupt keine Frage sei, in die U-Bahn zu steigen. So lange Autofahrten samt Parkgebühr billiger und bequemer blieben, würde man die erstrebte Verkehrswende nie auf breiter Front erreichen. Zur Erhöhung der Attraktivität sei weiterhin eine Taktverkürzung (auf 5 Minuten) wichtig, für die die entsprechenden neuen Züge schon bereit stünden, wenngleich sie noch eine Zulassung bräuchten. Im Frühjahr 2019 rechnet Gruchmann fest mit diesem Fortschritt.

Auch der Autoverkehr in und um Garching war Thema, vor allem dort, wo er notorisch zu Staus führt wie an den Ortsein- und Ausfahrten. Annette Ganssmüller-Maluche wünscht sich hier mehr Alternativen im ÖPNV, zum Beispiel den Ausbau einer schnellen Busspur entlang der B471, die Verwirklichung des S-Bahn-Nordringes oder neue Schienen für eine Stadtbahn zwischen Feldmoching, Garching – Haar? Vieles ist denkbar und machbar, und wird auch gedacht, aber, so Landtagskandidatin Ganssmüller-Maluche, es fehle an der einen koordinierenden Stelle, die ein Gesamtkonzept zusammen fasst und zügig in die Tat umsetzt. Hier sei der Freistaat gefordert, etwa den Regionalen Planungsverband damit zu beauftragen und mit den entsprechenden Instrumenten auszustatten.

Einen hohen Beitrag zur Verkehrswende erwarteten die Stellv. Landrätin, aber auch Bürgermeister Gruchmann und die Anwesenden im Saal vom Fahrrad, das mit dem MVG-Leihradsystem und dem Ausbau neuer Radwege hohe Priorität in der Garchinger Verkehrspolitik genießt. Auch einen Bürger, der fürchtete, dass mit dem geplanten Ausbau eines Radschnellweges entlang der B13 und der B471 die direkte Radwegeverbindung entlang der Freisinger Landstraße ins Hintertreffen gerät, konnte Gruchmann beruhigen. Die Stadt habe bereits Grundstücke westlich der früheren B11, jetzt Staatsstraße 2350 zum Ausbau der Radwege erworben. Denn, so der Fahrradbeauftragte Rudi Naisar, wir brauchen nicht nur Radschnellwege, sondern viele schnelle Radwege, damit die Menschen auf diese wirklich umweltfreundliche Alternative - wo immer es geht - umsteigen.

Ulrike Haerendel

 

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