Eröffnung der Ausstellung Weiße Rose im Bürgerhaus

Veröffentlicht am 14.01.2020 in Adventskalender

V.l.n.r. Manfred Solbrig, ehem. Bürgermeister, Dr. Hildegard Kronawitter, Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung, Dr. Gerlinde Schmolke, Stadträtin, Dr. Dietmar Gruchmann, Erster Bürgermeister, Dr. Ulrike Haerendel, Stadträtin

77 Jahre liegen die Widerstandsaktionen der „Weißen Rose“ zurück, aber unberührt lässt uns das Geschehen bis heute nicht. Entsprechende Resonanz fand die Einladung der Stadt Garching zur Eröffnung der Ausstellung über die studentische Widerstandsgruppe im Foyer des Bürgerhauses, die noch bis zum 3. Februar dort zu sehen sein wird.

Angeregt hatte das Gerlinde Schmolke mit der SPD-Stadtratsfraktion. Bürgermeister Dietmar Gruchmann erinnerte an unsere politische Verantwortung, gerade in Zeiten, in denen Grundwerte unserer freiheitlichen Gesellschaft wieder angegriffen werden: „Wir müssen das Vermächtnis derjenigen Menschen weitertragen, die gegen den Nationalsozialismus die Werte von Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit setzten.“ Hildegard Kronawitter, Vorsitzende der „Weiße Rose Stiftung e.V.“, der Leihgeberin der 37 Tafeln in der Ausstellung, skizzierte das grausame Geschehen um die Zerschlagung des Widerstandskreises. Am 18. Februar wurden Hans und Sophie Scholl beim Verteilen von Flugblättern der Weißen Rose in der Universität erwischt und festgenommen. Am 22. Februar fand ein Prozess im Münchner Justizpalast unter Vorsitz von Roland Freisler gegen die Geschwister Scholl und Christoph Probst statt, und noch am gleichen Tag wurden die drei in Stadelheim hingerichtet. Andere Mitglieder des Widerstandskreises wurden später verhaftet, und vier weitere von ihnen mussten mit dem Leben für ihren Mut bezahlen. Hildegard Kronawitter verwies darauf, dass in die DenkStätte Weiße Rose in der Münchner Universität jedes Jahr auch sehr viele junge Menschen aus dem Ausland kommen, denen dieses Beispiel des Widerstands viel bedeutet. Ob in Garching auch viele junge Menschen zur Ausstellung kommen werden? Wir würden es uns wünschen, und jedenfalls zeigten die Schulen schon im Vorfeld großes Interesse.

 

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