AsF

40 Jahre AsF

Neben dem „großen Jubiläum“, dem 150. Geburtstag der SPD, gibt es dieses Jahr noch ein weiteres Ereignis in der Parteigeschichte zu feiern. 1973 wurde die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen gegründet. Seit 40 Jahren also streitet die AsF in der SPD und gemeinsam mit der „außerparteilichen“ Frauenbewegung für die Gleichstellung von Frauen. Vieles wurde in dieser Zeit erreicht. Maßgebliche Reformen, v.a. in den 70er Jahren, gingen von der SPD aus. Mit einem Fest wollen wir den runden Geburtstag angemessen feiern. Hierzu seid Ihr herzlich eingeladen. Freitag, den 28.Juni 2013 im DGB-Haus Schwanthalerstr. 64 19:00h Festakt mit Geburtstagwünschen überbracht von Bürgermeisterin Christine Strobl und Anderen ab 20.00h: Sommerfest in den Jugendräumen Einlass ab 18:30h Damit keine Versorgungsengpässe bei Imbiss und Getränken entstehen, bitten wir um Rückmeldung unter asf-muenchen@email.de oder per Fax an 089-23171147 -- Ulrike Boesser, Dipl.-Geographin Stadträtin der LH München Tel Fraktion: ..49-89-233 92627 Tel mobil: 0179-117 4348 www.ulrike-boesser.de


AsF-Veranstaltung im Politischen Frühling - Frauenpolitik international

Dienstag, 25.06.2013, 20:00 Uhr. Ort: Garching, Theater im Römerhof Im Rahmen des Politischen Frühlings sprechen Natascha Kohnen, MdL und Dr. Edda Blenk-Knocke über Frauenpolitik in Europa und den USA. Geschlechterrollen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Gleichstellungspolitik sind Themen der von Ulrike Haerendel moderierten Diskussion. Die AsF München-Land lädt dazu gemeinsam mit dem Ortsverein Garching in das Theater im Römerhof. Der Eintritt ist frei


Rechtsanspruch und Personalknappheit: Die ASF diskutierte über Kinderbetreuung

Kinderbetreuung für die ganz Kleinen ist zu einem der brennenden gesellschaftlichen Themen in Deutschland geworden. Auch die sozialdemokratischen Frauen (ASF) in Garching haben sich Gedanken gemacht, ob ihre Gemeinde ausreichend gerüstet ist, wenn im August diesen Jahres der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Ein- und Zweijährige in Kraft tritt. Sie haben deshalb Helene Bartels und Dr. Astrid Lux-Endrich vom Familienservice der TU München eingeladen, Michael Wüstendörfer, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbands München-Land, Asa Gless von der Nachbarschaftshilfe Garching und schließlich SPD-Stadtrat Jochen Karl. In der engagierten Diskussion zwischen etwa 25 Interessierten und den Referenten stellte sich schnell heraus, wo der eigentlich Knackpunkt liegt: Während Garching mit rund 170 Plätzen, die im nächsten Sommer (nach Fertigstellung der neuen Krippe an der Einsteinstraße) zur Verfügung stehen, sogar eine 50-Prozent-Betreuungsquote erfüllen könnte, bleibt völlig ungewiss, ob genügend Personal vorhanden sein wird. Und das, so machten es die Referenten deutlich, gilt für alle in Frage kommenden Träger. Es gibt zu wenige ausgebildete Erzieherinnen in Bayern, die mit fünf Jahren zudem eine extrem lange Ausbildungszeit haben. Kinderpflegerinnen (die sich neuerdings auch in einem schnelleren Verfahren weiter qualifizieren können) und Tagesmütter können zwar manche Lücke füllen – letztlich gilt aber auch für sie, was viele aus dem Publikum betonten: Es feht an adäquater Bezahlung und an Anerkennung für diese schwierigen Berufe. Die Anforderungen wachsen stetig, sei es, dass Eltern heute mehr von frühkindlicher Bildung erwarten, sei es, dass mit der „Inklusion“ – also der Integration von Kindern mit Behinderungen in Regeleinrichtungen – neue Anforderungen auch vom Gesetzgeber definiert wurden. In der Politik und bei den Verbänden wird man über Wege nachzudenken haben, das Erziehungspersonal besser zu bezahlen, als Gesellschaft müssen wir kritisch überprüfen, wieviel uns die frühe Bildung unserer Kinder wert ist und in Garching? Der Bau von Personalwohnungen z.B., wie sie jetzt am Prof.-Angermair-Ring entstehen, könnte schon ein wichtiger Faktor sein, betonte Michael Wüstendörfer. Jochen Karl versprach für die SPD-Fraktion, dass man solche Maßnahmen wie den Kinderbetreuungsbereich insgesamt nach Kräften unterstützen werde. Ulrike Haerendel, Vorsitzende der ASF Garching


Von Kopf bis Fuß auf Garching eingestellt

Die Initiative „Lebendige Ortsmitte“ hat an ihrem Stand bei den Garchinger Herbsttagen viel Zuspruch erfahren. Dabei wurde deutlich, wie sehr die Zunahme der Leerstände und damit Verödung im Zentrum die Garchinger beunruhigt. Gern hätte der eine oder andere auch ein Patentrezept gehört, das die Mitglieder der Initiative freilich nicht anbieten konnten. Aber sie haben bereits die Ergebnisse einer Bürgerumfrage bei der Stadt eingereicht und die Stadt aufgefordert, in Gestaltungsfragen und bei Kommunikationsangeboten für das Zentrum aktiv zu werden. Außerdem organisieren sie selbst die Beteiligung der Garchinger Bürger an Ideen und Aktionen für die Ortsmitte. Auf sehr großes Interesse am Stand stieß der Plan für eine genossenschaftliche Ladengründung. Damit könnte ein neuer Ort nicht nur für Warenumsatz, sondern auch für bürgerschaftliches Miteinander in Garchings Ortsmitte entstehen. Interessenten wenden sich an: ulrike.haerendel@sme.de, Tel. 3206701. Bild: Mitglieder der Initiative „Lebendige Ortsmitte“ an ihrem Stand bei den Garchinger Herbsttagen. Von links nach rechts: Ester Kochen, Sara Hoffmann-Cumani, Georg Boneff, Daniela Krehl, Petra Rau


 

Podiumsdiskussion am 16.Mai 2011: Frauenquoten in der Wirtschaft?

Die Frage einer verpflichtenden Frauenquote in der Wirtschaft polarisiert die Öffentlichkeit. Vor allem das konservativ-marktliberale Lager und VertreterInnen der Wirtschaft sind massiv dagegen. Die Jusos München-Land und die ASF München-Land nahmen das zum Anlass, um konstruktiv und aufklärend über die Quote zu diskutieren. Unter der Moderation von Bela Bach (Jusos) und Ulrike Haerendel (ASF) luden sie zwei fachkundige Expertinnen aufs Podium: die Vorsitzende der ASF Bayern, Adelheid Rupp MdL, und die stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, Christiane Berger. Schon zu Beginn der Veranstaltung im Münchner Hofbräuhaus machten Berger und Rupp deutlich, dass sie „massive Anhängerinnen der Quote“ sind. Mitte der 1980er Jahre noch Gegnerin der Quote habe die Realität sie gelehrt, so Adelheid Rupp, dass „nur klare harte Regeln erfolgreich“ seien. Auf die Frage, warum Frauen in den deutschen Führungsetagen unter-repräsentiert seien, wies Berger darauf hin, dass es Deutschland an einer Tradition der Gleichstellungspolitik fehle, so dass heute strukturelle Mängel für die Frauen in der Wirtschaft zu Tage träten. Rupp sah einen Grund dafür auch darin, dass Frauen eine Art Selbstselektion betrieben und zu kritisch mit sich selbst umgingen. Sie forderte deshalb: „Frauen müssen mutiger werden!“ Selbstverständlich müsse trotzdem eine Quote her, und zwar eine Quote, die nicht auf einem flexiblen und freiwilligen System beruht, wie es von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder vorgeschlagen wurde, denn die Unternehmen hätten schon in der Vergangenheit ihre Versprechungen bezüglich einer freiwilligen Quote nicht erfüllt. Berger sah in der verpflichtenden Quote ein wirksames Instrument, um beispielsweise männliches „Strippenziehen“ auszuhebeln. Rupp ergänzte, dass selbst die konservativen Frauen aus der CSU das einsähen und für sich die Quote durchsetzten. Sehr irritierend sei dabei, dass die CSU-Frauen für sich die Quote in Anspruch nähmen, aber sie anderen Frauen in anderen Bereichen nicht gönnen wollten. Man war sich auch einig, dass eine effiziente Gleichstellungspolitik weiter gehen müsse und nicht bei der Einführung einer Quote enden dürfe, z.B. in der Frage der Lohndifferenzen. Die Thematik betreffe nicht nur die Frauen in der Führungsriege, sondern auch und ganz besonders die Frauen im Niedriglohnsektor und in der Leiharbeit. Letztlich müssten patriarchale Strukturen, Profitgier und Turbokapitalismus auf anderen Ebenen angegriffen werden, die Quote sei hier nicht der Königsweg. gez. Sebastian Lang


 

Bericht vom Internationalen Frauen-Frühstück am 20. November 2010

Frauen wollen nicht nur gemeinsam frühstücken Der Einladung zum Internationalen Frauenfrühstück am 27. 11.2010 der AsF Garching (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) folgten 32 Frauen aus allen Generationen und mit vielen unterschiedlichen Hintergründen. Egal ob sie schon lange in Garching ansässig sind oder erst seit einigen Monaten – auffällig war, dass sie in Kritik und Lob für Garching sehr weitgehend übereinstimmten. Nicht nur von einer an Fahrradfreundlichkeit gewöhnten Holländerin wurde beklagt, dass das Radwegesystem in Garching unzureichend sei. Überhaupt sind Verkehrsprobleme gerade bei Frauen mit kleinen Kindern sehr präsent: Zu viel Lieferverkehr in der Fußgängerzone gefährde die Kleinen, und gerade die Münchner Straße mit den zahlreichen rollenden oder parkenden Lastwägen sei ein konstanter Gefahrenherd. Der sozial-integrative Charakter Garchings wurde dagegen von vielen positiv hervorgehoben: Insbesondere die Nachbarschaftshilfe leiste mit ihren Angeboten von Kinderbetreuung bis zur Hospizgruppe großartige Arbeit, mit der fast alle schon auf die eine oder andere Weise in Berührung gekommen sind. Aber: Für die groß gewordenen Kinder gibt es in Garching wenig Angebote, und so recht vom Flair einer Universitätsstadt spüre man auch nichts. Am Schluss stand als Frage und zugleich Wunsch für die Zukunft im Raum: Könnten sich Frauen, die schließlich am meisten den Alltag in Garching erleben und gestalten, nicht stärker in die Stadtpolitik einbringen? Die hier Versammelten wollten jedenfalls weiter an einem Frauennetzwerk – quer durch Parteien, Generationen und ethnische Zugehörigkeiten – knüpfen.


Ulrike Haerendel zur AsF-Vorsitzenden 2010 wiedergewählt

Ulrike Haerendel wiedergewählt

Auf über zwei Jahre gemeinsame Arbeit blickt die AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) in Garching zurück, die sich im Frühjahr 2008 neu gegründet hat. Bei der letzten Sitzung wurde die Vorsitzende Ulrike Haerendel für zwei weitere Jahre gewählt. Sie erinnerte in ihrem Rückblick daran, dass man vor allem bei öffentlichen Diskussionsveranstaltungen wichtige gesellschaftspolitische Themen aufgegriffen habe: z.B. in einem bildungspolitischen "FrauenGespräch" mit der jetzigen SPD-Generalsekretärin in Bayern Natascha Kohnen im Sommer 2008, mit der großen Diskussion über die Zukunft des Garchinger Gymnasiums im November 2008 oder mit dem Kinder- und Jugendforum zur Gestaltung des Garchinger Ortsparks im letzten März. Auch der Internationale Frauentag am 8. März wurde 2009 und 2010 von Veranstaltungen begleitet. Die AsF trifft sich regulär alle sechs bis acht Wochen. Interessentinnen an ihrer Arbeit, die nicht der SPD angehören müssen, sind herzlich willkommen (mail an: haerendel@sme.de). Auf dem Bild Hintere Reihe vlnr: Gudrun Mohapel, Christl Werner, Aysun Yamak, Ester Kochen, Sara Hoffmann-Cumani, Gisela Mülling sitzend: Ulrike Haerendel, Helga Listl-Krause


 

Betreuungsgeld – eine familienpolitische Fehlleistung der CSU

Neben einigen anderen Punkten trägt der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung in der Frage des Betreuungsgeldes deutlich die Handschrift der CSU. Zu diesem Punkt heißt es wörtlich: „Um Wahlfreiheit zu anderen öffentlichen Angeboten und Leistungen zu ermöglichen, soll ab dem Jahr 2013 ein Betreuungsgeld in Höhe von 150 Euro, gegebenenfalls als Gutschein, für Kinder unter drei Jahren als Bundesleistung eingeführt werden.“ Dieses Argument bedeutet im Umkehrschluss wohl, dass wir im Moment keine Wahlfreiheit zwischen den öffentlichen Angeboten – gemeint sind Krippen und die Kindertagespflege – und der familiären Betreuung haben. Stimmt, die Familien, bei denen die Berufstätigkeit beider Eltern wirtschaftlich notwendig ist, oder Ein-Eltern-Familien haben im Moment keine andere Wahl, als die Krippe in Anspruch zu nehmen, wenn ihnen keine helfende Oma beispringen kann. Aber würde sich das durch ein Betreuungsgeld von 150 Euro im Monat ändern? Wohl kaum, denn um ein auch nur Teilzeit-Erwerbseinkommen zu ersetzen, ist der Betrag zu gering. Wem soll der Betrag also nützen? Offenbar sollen die Familien unterstützt werden, die auch jetzt schon keine Betreuung in Anspruch nehmen und die das aufgrund ihrer wirtschaftlich-familiären Situation auch können, ob sie 150 Euro bekommen oder nicht. Mit „Wahlfreiheit“ hat eine solche Leistung also überhaupt nichts zu tun – das ist bloßer Etikettenschwindel und auch ein merkwürdiges Politikinstrument, wenn das erst einmal Schule macht: Wie wäre es mit einer kleinen Geldleistung für alle, die nicht studieren (also keine staatlich finanzierte Hochschule in Anspruch nehmen) oder ein Büchergeld für diejenigen, die auf die öffentlichen Bibliotheken verzichten und in Ausnutzung ihrer Wahlfreiheit lieber ihre Bücher kaufen? Das klingt unsinnig und ist es auch. Einsichtigeren Kreisen in der neuen Koalition ist natürlich längst klar geworden, dass die CSU ihnen mit dem Betreuungsgeld ein Ei auf die Schiene genagelt hat. Deshalb versucht man jetzt Schadensbegrenzung zu betreiben. Das alles sei ja erst bis 2013 zu regeln und man habe ja auch noch die Gutscheinlösung. Aber was wird dann aus der Wahlfreiheit und ist das nicht erst recht ein bevormundender Staat, der vorschreibt, wie die Leistung verwendet wird? Die Koalition windet sich, Kanzlerin Merkel ist mal dafür und mal dagegen, weil durch die fehlende Logik solcher Politik eben kein Schuh draus wird. Die SPD hingegen weist „die Herdprämie“ in jeder Form zurück, weil nicht gesichert ist, dass eine solche Leistung wirklich den Kindern und ihrem Anspruch auf bestmögliche Förderung zugute kommt. Vor allem befürchtet sie, dass Anreize geschaffen werden, auf Sprach-, Bildungs- und Integrationsangebote bei Kleinkindern zu verzichten, obwohl wir die Wichtigkeit solcher Förderung doch gerade erst aus internationalen Vergleichsstudien gelernt haben. Und was sagt zu solchen Argumenten die bayerische Familienministerin Christine Haderthauer (CSU): „Das Betreuungsgeld war und ist nie für die Kinder gedacht, sondern immer nur für die Eltern“. Deutlicher kann man wohl nicht aussprechen, dass es einem nicht um Chancengleichheit für die heranwachsende Generation geht, sondern um einen Bonus für die Wählergeneration, von der man sich eine entsprechende Honorierung (2013 ist Wahljahr!) erwartet. Ulrike Haerendel