Zuversicht statt Schwarzmalerei

Ortsverein

Die anstehenden Veränderungen  werden Garching
jünger, interessanter und umweltverträglicher machen.

Die aktuelle Euphorie um den neuen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz macht es deutlich: Nicht leere Sprüche und falsche Versprechen, sondern Glaubwürdigkeit, Kompetenz und den Elan, die akuten Fragen auch anzugehen, suchen die Menschen in der Politik. Weil wir die Belange des Gemeinwesens in der Regel nicht alle gemeinsam gestalten können, möchten wir vertrauenswürdiges politisches Personal mit Verstand, Urteilsfähigkeit, aber auch Einfühlungsvermögen.

Um Vertrauen werben zwar auch die platten Sprücheklopfer – siehe Polen, Türkei, USA oder die AfD bei uns in Deutschland –, aber sie bedienen sich dabei der Negativbilder: Sie lassen am Horizont schwarze Wolken aufziehen und machen den Menschen damit gehörig Angst. Und Angst ist bekanntlich der schlechteste Ratgeber. Sie bieten keine Lösungen an, nur noch mehr staatliche Einmischung und Einschränkungen der Persönlichkeitsrechte. Wollen wir das?

Wir haben vor kurzem erlebt, dass die AfD in Garching zu einer Veranstaltung eingeladen hat, bei der sie den Menschen vor „dem Islam“ Angst machen wollte. Nun, ihre Bemühungen liefen weitestgehend ins Leere. Zu der Veranstaltung kam nur eine kleine Zahl von Leuten, die solchen Parolen folgen, während viel mehr Menschen bei  „Garching ist bunt“ zeigten, dass sie positive Bilder von unserer  Gesellschaft und Gemeinschaft in Garching haben.

 

Als Bürgermeister dieser Stadt möchte ich unsere Zukunft ebenfalls mit Zuversicht und Optimismus gestalten. Das gilt auch, wenn nicht jede Hürde leicht zu nehmen ist und unser finanzieller Rahmen nicht jeden Wunsch zu erfüllen erlaubt. Aber manchmal kommt es mir in unserem Stadtrat leider so vor, als ob da manche mit Angstmache in unserer Fußgängerzone aus einem einzelnen Lieferfahrzeug gleich eine Lkw-Karawane machen wollen. Dem ist nicht so! Mein Dank gilt daher allen Anwesenden für die sachliche Diskussion des Fußgängerzonen-Themas in der Bürgerversammlung und dem einstimmigen Votum für die von der Verwaltung vorgeschlagene Sperrpfosten-Regelung.

 

Positive Halbzeitbilanz

Schauen wir uns doch mal die bunte Garchinger Realität an. Zahlreiche Erfolge, Verbesserungen und positive Entwicklungen können wir jetzt bereits in der Halbzeit dieser Legislaturperiode aufweisen: Ein  Rekordhaushalt 2017 mit 84 Millionen Gesamtvolumen und  34 Millionen Gewerbesteuer-Einnahmen sowie Schuldentiefstand, 10-Minuten-Takt bei der U-Bahn – bald 5-Minuten-Takt, bessere und häufigere Busverbindungen und neue barrierefreie Bushaltestellen, verstärkte Energiewende mit einer konsolidierten Geothermie, Startschuss für den Bürgerpark, neues Beet-Bepflanzungskonzept im Stadtzentrum, erweiterte Weihnachtbeleuchtung und neue Christkindlmarktbuden, Ausbau der Fahrradabstellplätze und neue Toilettenanlage am Maibaumplatz, unvergessliche Momente bei der 1100-Jahr- Feier, neue Stadt-Chronik, erweitertes Museum auf der Straße, Eröffnung des Garchinger Augustiner, Festzeltbetrieb während der Bürgerwoche, neue Sportanlagen (für die Baseballer, den VfR Garching, den FC Hochbrück und die Stockschützen), neues Vereins-Kulturbudget, gestartete Bürgerhaussanierung, stetiger Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen und somit 100-prozentige Bedarfsdeckung, Grundsatzbeschluss für ein neues Feuerwehrhaus, die zeitnahe Aussicht auf neue Baugebiete in der Kommunikationszone und am Schleißheimer Kanal, finanzstarke Gewerbeansiedlungen wie z.B. die Deutsche Pfandbriefbank … und und und.

Dazu wollen wir in diesem Jahr auch noch eine halbe Million Euro in den Ausbau des schnellen Internets und über zwei  Millionen Euro in ein besseres Radwegenetz investieren.

 

Garching soll noch lebendiger werden

Das alles stimmt mich sehr, sehr positiv. Unser Garching ist auf einem guten Weg in eine positive Zukunft! Und ich glaube, ich muss dabei nicht betonen: Es geht nicht um „Wachstum um jeden Preis“. Vielmehr möchte ich, dass wir eine zukunftsorientierte Infrastruktur bekommen, die auch noch neue Bewohner verträgt. Garching sollte zudem noch lebendiger werden.

Ich glaube, wer mit offenen Augen durch Garching läuft, kann jetzt schon erkennen, dass bei uns viele tolle Dinge passieren und die anstehenden Veränderungen Garching jünger, interessanter und umweltverträglicher machen werden!

Ich bitte Sie: Beteiligen Sie sich weiter an der Gestaltung unseres Gemeinwesens, bringen Sie sich ein. Gehen Sie zur Wahl, sprechen Sie mit uns, diskutieren Sie mit – wie neulich bei unserer Bürgerversammlung – oder nutzen Sie die neuen „Kummerkästen“ unseres Behindertenbeirats. Aber Sie dürfen auch Vertrauen in Ihren Bürgermeister haben: Bei allen Entscheidungen versuche ich abzuwägen, was für die Mehrheit der Garchinger von Vorteil ist.

In diesem Sinne: Seien wir zuversichtlich und gestalten die  Zukunft Garchings gemeinsam.

 

Ihr Dietmar Gruchmann, Erster Bürgermeister

 

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